Quappe und die Welt

Der Satz (VII)

Posted in Der Satz by quappe on 24. Januar 2012

Das war so: Alles war so.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski, Verbrechen und Strafe

8 Antworten

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  1. sinnsucht said, on 24. Januar 2012 at 6:11 pm

    Kaum zu fassen: ca. 700 Seiten “Schuld & Sühne” kondensiert zu gerade einmal 6 Wörtern ;-)

  2. quappe said, on 25. Januar 2012 at 11:35 am

    Zugegeben, vielleicht wird es dem grossartigen Buch auch nicht ganz gerecht. Auf der anderen Seite… Ist es nicht gerade die so formulierte Erkenntnis, die dem Buch die richtige Würze gibt?

    • sinnsucht said, on 26. Januar 2012 at 6:02 pm

      Möchtest Du, daß Deine gesamte Persönlichkeit auf die Schönheit der Stelle reduziert wird, die z.B. die kleine Mulde zwischen den Schlüsselbeinen bildet? … ;-)

      • quappe said, on 27. Januar 2012 at 1:22 pm

        Guter Punkt, allerdings… könnte es mir egaler nicht sein, was Herr Dostojweski gemocht hätte und was nicht. Reduktion ist der Schlüssel zur Wahrnehmung.

  3. sinnsucht said, on 27. Januar 2012 at 1:55 pm

    Reduktion mag der Schlüssel für Erkenntnis sein, nämlich für das Kondensat vieler Ideen; sie ist niemals der Schlüssel zur Wahrnehmung!

  4. quappe said, on 27. Januar 2012 at 2:36 pm

    Das wiederum ist abhängig von der Auffassung von “Wahrnehmung”. So wie ich es verstehe, meine ich: Die Reduktion der Wahrnehmung, die nötig ist, um das menschliche Gehirn nicht zu überfordern. Die Ausschaltung der Reizüberflutung, der wir – gemäss dem Potenzial unserer Sinnen – ausgeliefert wären. Wenn ich von der Reduktion zum Schlüssel der Wahrnehmung spreche, so meine ich damit der Schritt zwischen dem Reiz (und der Transduktion) und der Wahrnehmung. Man spricht bei diesem Zwischenschritt von “Verarbeitung” allgemein – von “Filterung” im Speziellen.
    Aber, weil man Erkenntnis tatsächlich einfacher und weitaus unstrittiger als eine Folge von Reduktionsprozessen auffassen kann (man denke z. B. an Thomas von Aquins “intellectus possibilis”), muss ich dir mindestens hierin recht geben.
    Was Schuld und Sühne betrifft, so ist es doch eigentlich tatsächlich eine riesige Reizüberflutung – nicht bloss in einem rezeptiven Schritt für den Leser, auch dem armen Raskolnikow scheint es so zu gehen – und das, was (meinetwegen) mein intellectus possibilis davon fassen kann, ist jener obige Satz.

    • sinnsucht said, on 27. Januar 2012 at 3:08 pm

      So viele und vor allen so große Kanonen für einen einzigen (und zudem noch recht) mickrigen Spatz. Ok, Du hast recht…

      • quappe said, on 27. Januar 2012 at 3:58 pm

        Ich schiess doch nicht auf Spatzen! Ich freue mich bloss über Kommentare. Und darüber hinaus wollte ich dir recht geben – zumindest teilweise :-)


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